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Da sie auch in unmittelbarer Nähe menschlicher Behausungen
brüten und gelegentlich am hellen Tage, meist aber in der Dämmerung jagen, sind
die etwa 22 cm langen Steinkäuze recht bekannte Eulen. Während ihrer Streifzüge
bei Tageslicht verhalten sich Steinkäuze meist ruhig, erst am Abend und
besonders nachts lassen sie ihre recht vielfältigen Rufe ertönen.
So bevorzugen diese relativ kleinen und kurzschwänzigen
Eulen offene, licht mit Bäumen bestandene Landschaften als Lebensraum. In
vegetationsarmen und flachen Gebieten brüten Steinkäuze auch in
Kaninchenlöchern, während sie sonst ihre Eier auf den ungepolsterten Boden von
Baumhöhlen, Felsnischen und Mauerlöchern ablegen. Das Weibchen allein bebrütet
die 4 -5 Eier etwa 28-29 Tage lang; beide Eltern füttern die anfangs weiß
bedunten Jungen, die im Alter von 4 Wochen das Nest verlassen. Eine Woche
später können sie dann schon recht gut fliegen. Die jungen Steinkäuze tauschen
ihr Daunenkleid gleich gegen ein Jugendkleid, das in der Färbung dem Gefieder
der Altvögel ähnlich ist (viele Eulen bilden vorher noch ein zweites, anders
gefärbtes Daunenkleid aus). Anders als bei vielen anderen Eulenarten werden die
männlichen Steinkäuze etwa gleich groß wie die Weibchen.
Insekten machen einen großen Teil der Beute des Steinkauzes
aus, aber auch Kleinsäuger wie Spitzmäuse und Mäuse, kleinere Vögel und andere
kleine Wirbeltiere schlägt er bisweilen.
Der Flug der Steinkäuze ist wellenförmig; gerne sitzen sie
auf erhöhten Standorten von denen aus sie die Umgebung nach Beute absuchen.
Besonders bei Beunruhigung knicksen diese Eulen, d. h., sie bewegen ihren Kopf
blitzschnell in tiefen Verbeugungen auf und ab.
Der Steinkauz ist stark gefährdet.