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Kröten sind im Vergleich zu den eigentlichen Fröschen
behäbige Tiere. Die Erdkröte hüpft mit ihren verhältnismäßig kurzen
Hinterbeinen nur selten. Aus den zahlreichen Hautdrüsen, die in der
Nackenregion zu einem großen Drüsenwulst vereinigt sind, kann sie ätzende
Stoffe abscheiden.
Ihr meist gemütliches Temperament, die großen, leuchtenden
Augen, ihre nicht schwierige Haltung und ihre Nützlichkeit als
Schädlingsvertilger in Garten und Landwirtschaft hat ihnen viele Freunde
gewonnen. Allerdings werden sie, und dies nicht zu Unrecht, oft auch für giftig
gehalten. In der Tat sind die Sekrete der großen Ohrdrüsen und der
drüsenreichen, warzigen Haut - mindestens zu bestimmten Zeiten und je nach Art
unterschiedlich - giftig und schützen diese Tiere mehr oder weniger gut vor
Feinden.
Sie bewohnt feste Reviere, die maximal in einen Radius von 3 km um ein festes Laichgewässer liegen. Im Herbst wandern vor allem die Männchen schon in Richtung auf dieses Gewässer, bevor sie ihre Winterquartiere suchen. Die Weibchen laichen höchstens in jedem zweiten Jahr ab und beteiligen sich nur dann an der im März beginnenden Laichwanderung. Die dadurch und durch eine höhere Ausfallrate unter den Weibchen beim Heranwachsen weit in der Überzahl befindlichen Männchen versuchen schon auf dieser Wanderung, jedes sich bewegende Wesen in der typischen »Huckepack«-Stellung zu umklammern, sofern dieses Tier nicht die typischen Abwehrbewegungen eines Männchens oder nicht laichwilligen Weibchens macht. Durch diesen Modus des Zusammenfindens werden auch nicht passende Partner wie Grasfrösche oder Fische angenommen! Die Paare bleiben mindestens eine Woche im Laichgewässer vereint, da das letzte Reifen der Eier erst im Wasser beginnt und mindestens sechs Tage dauert. Dann kommt es zum Ablaichen über etwa einen halben Tag, wonach sich die Partner trennen, wieder in ihre Jagdgebiete zurückwandern und hier noch einmal bis zum Spätfrühjahr ruhen. Dann beginnt ihre Hauptjagdperiode.
Die Larven werden nur etwa 3 cm lang und wandeln sich nach
2-3 Monaten um. Dann schwärmen sie in das Gebiet aus, das auch ihre Eltern
bewohnen. Es gibt also recht gut abgrenzbare Erdkrötenpopulationen, die an
bestimmte Laichgewässer gebunden sind. Dass die Tiere dennoch in diesen
Gebieten nicht überhand nehmen, geht wohl einerseits darauf zurück, dass das
Hautsekret der Weibchen zur Laichzeit fast giftfrei und auch in der übrigen
Zeit für Vögel wenig abschreckend ist. Außerdem dezimiert die Krötenfliege
(Lucilia bufonivora) die Bestände laufend, deren Maden durch die Nasenlöcher in
den Kopf der Kröten eindringen, ihn ausfressen und die Tiere so töten.