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Der ist wohl unser anmutigstes einheimisches Nagetier, er bewohnt
fast ganz Europa und Nordwestafrika. Er hat ein markant gezeichnetes Gesicht:
Um jedes Auge zieht eine schwarze Binde, die sich bis hinters Ohr fortsetzt.
Das Fell ist oberseits grau bis rotbraun, die Flanken und die Unterseite sind
weiß abgesetzt. In der Figur ähnelt er einer Ratte, unterscheidet sich aber von
dieser neben der Färbung vor allem durch den zum Ende hin buschigen Schwanz.
Mit einer Körperlänge von 14 cm und einer Schwanzlänge von 12 cm ist er nach
dem Siebenschläfer der zweitgrößte einheimische Bilch.
Wie alle Bilche führt auch der Gartenschläfer ein
nächtliches Leben. Sein Nest baut er in Bäumen, Sträuchern, aber auch an
geschützten Stellen im Boden, in Spalten oder sogar in der Erde. Er ist
überhaupt mehr am Boden tätig als die anderen Bilche. Manchmal bezieht er auch
verlassene Eichhornkobel, Vogelnester oder Nistkästen und richtet sie seinen
Bedürfnissen entsprechend her.
Sein Lebensbereich sind Laub- und Nadelwälder, Gärten,
Obstanlagen und Gebäude. Im Herbst kommt er oft in Scheunen und Keller, um sich
dort ein Plätzchen zum Überwintern zu suchen. Im Freien hält der Gartenschläfer
seinen Winterschlaf in gut gepolsterten Erd- oder Baumhöhlen.
Der Speisezettel des Gartenschläfers ist sehr abwechslungsreich.
Er frisst Samen, Früchte und Kleintiere wie Käfer, Schnecken, Raupen und
Würmer. Besonders gerne leckt er ausfließenden Baumsaft. Auch kleinere
Wirbeltiere wie Mäuse, Eidechsen und Vögel fallen ihm zum Opfer.
Die Feinde des Gartenschläfers sind Eulen und Marder. Auch
Hauskatzen können ihm gefährlich werden. Dennoch ist der Gartenschläfer bei uns
noch ziemlich häufig.