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Kahlrückige rote Waldameise - Formica polyctena

 

Unsere einheimischen Ameisen gehören zu 4 Unterfamilien: Schuppenameisen (Formicinae), Knotenameisen (Myrmicinae), Drüsenameisen (Dolichoderinae) und Stachelameisen (Ponerinae).

 

Sie haben ein eingliedriges Hinterleibsstielchen (Petiolus) und besitzen keinen Stachel, sondern verspritzen ihr Gift (Ameisensäure). Ihre Kolonien bestehen meistens aus vielen Nestern mit oft Hunderten von Königinnen und Millionen Arbeiterinnen. Neben der Aufnahme von Insekten als Nahrung leben diese wie viele andere Ameisen von süßen Blattlausausscheidungen, die als Honigtau bezeichnet werden.

 

 

Ameisenstaaten bestehen aus einer (monogyn) oder mehreren (polygyn) Königinnen, stets ungeflügelten Arbeiterinnen (die wie bei den Honigbienen Weibchen sind), und Männchen. Während der Schwarmzeit sind die Königinnen wie die Männchen geflügelt. Nach der Begattung werfen die Königinnen die Flügel ab.

 

So vermag ein Volk der Roten Waldameise in Jahren mit Massenvermehrung pro Tag mindestens 100 000 Schadinsekten zu erbeuten. Aus diesem Grunde steht die Rote Waldameise unter Schutz, und es ist auch verboten, »Ameiseneier« (in der Tat handelt es sich hierbei um die Ameisenpuppen) als Fischfutter zu sammeln.

 

Ein anderes, sehr interessantes Ameisenthema ist das der Ameisengäste. Diese leben in den Nestern, erhalten dort Schutz und leben von den Nahrungsabfällen der Wirte oder lassen sich auch füttern. In vielen Fällen geben die Einmieter auch Stoffe an die Ameisen ab, wie die Bläulingsraupen oder der Keulenkäfer (Claviger testaceus).