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Weinbergschnecke - Helix pomatia

 

Die Weinbergschnecke ist für viele die Schnecke schlechthin, da sie überall als Nahrung benutzt wird, sei es als Delikatesse wie bei uns oder als wichtiges Nahrungsmittel in südlichen Ländern. Da jährlich Millionen Schnecken in Mitteleuropa gesammelt wurden, drohte die Art Helix pomatia bei uns auszusterben, und sie wurde vom März bis Juli unter Schutz gestellt. Obwohl gerade die aus der Winterruhe aufbrechenden Tiere, die Kriecherschnecken, am begehrtesten sind, sollen die Tiere erst ihre etwa erbsengroßen Eier ablegen können.

 

Pro Tier werden 40-60 Eier in einer Erdgrube verborgen. Der Kopulation geht oft ein stundenlanges, kompliziertes Liebesspiel voraus. Dabei betasten und belecken sich die Partner mit aneinandergepreßten Fußflächen. Unter Schleimabsonderung wird je ein spitzer Kalkstiel hervorgedrückt, der Liebespfeil, mit denen sich die Tiere gegenseitig stimulieren. Heute bezweifelt man, dass (entsprechend früheren Angaben über diese Zwitter) beide Partner gleichzeitig die männliche und weibliche Funktion ausüben können.

 

Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen zieht sich das Tier in das bis zu 4 cm große Gehäuse zurück und verschließt die Mündung mit einem oder mehreren Schleimhäutchen. Während der Winterruhe, in der die Weinbergschnecken recht tiefe Temperaturen überdauern können, wird das Häutchen mit Kalk verstärkt und so als Deckel das Epiphragma gebildet. Dahinter schützen noch einige weitere Häutchen die Schnecken vor übermäßiger Verdunstung.