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Der Große Schwarze Kolbenwasserkäfer (Hydrous piceus) sieht
durch seine Schwimmform auf den ersten Blick den Schwimmkäfern ähnlich, doch
gehört er nicht nur zu einer anderen Käferfamilie, sondern auch zu einer
anderen Unterordnung.
Zu den Wasser- oder Kolbenwasserkäfern zählt man 2300 meist
nur wenige Millimeter große, zum Teil stark gewölbte, schwarze Käfer. Mit 35-45
mm Länge ist der Große Kolbenwasserkäfer (Hydrous piceus) ein außerordentlich
großer Vertreter. Obwohl er überwiegend von pflanzlicher Nahrung lebt, wurde er
oft für einen Fischbruträuber gehalten und stark dezimiert. Interessant ist,
wie die Luft in dem Reservoir auf dem Bauch des Käfers erneuert wird. Mit den
Fühlern, die mit öligen, nicht benetzbaren Haaren besetzt sind, wird eine
Verbindung mit der Wasseroberfläche, also der Außenluft, hergestellt, und durch
Pumpbewegungen von Hinterleib und Fühlern der Austausch beschleunigt. Viele
Wasserkäfer haben Spinndrüsen, mit denen ein birnenförmiges Schiffchen mit
Atemrohr gefertigt wird, das die Eier aufnimmt.
Die Weibchen der Kolbenwasserkäfer spinnen ein Eischiffchen,
das unter einem schwimmenden Blatt hängt. Es ist mit einem spitzen
»Schornstein« nach oben abgeschlossen. Im Innern wird das Eipaket, das an Fäden
hängt, mit grobem »Filzgewebe« und dunklem Gespinst nach außen abgeschirmt. Die
Larve lebt räuberisch von kleinen Wassertieren und hat kräftige Beißzangen
(Mandibeln).