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Die häufige Wald-, Berg- oder Mooreidechse (Lacerta vivipara)
ist eine der Echsenarten mit dem weitesten Verbreitungsgebiet, das von Spanien
bis zum Polarkreis und östlich noch weit in das östliche Sibirien hineinreicht.
Die Bergeidechse bewohnt Gebirge und Landschaften, wo die
Temperaturen recht niedrig bleiben. Um den verhältnismäßig rauhen
Klimabedingungen zu begegnen, ist diese Art zur ovoviviparen
Fortpflanzungsweise übergegangen. Die Jungen entwickeln sich also im Schutz des
mütterlichen Leibes.
Die 4-8 Jungen dieser ovoviviparen Art schlüpfen nach einer
dreimonatigen Tragzeit zwischen Juli und September. Das Lebendgebären gilt als
wichtiger Grund für die Ausbreitung dieser Art bis in kalte Regionen hinein, wo
tragende Weibchen gerade noch überwintern können. Ähnliche Phänomene finden wir
auch bei der Kreuzotter und - unter den Amphibien - beim Alpensalamander. Alle
diese Tiere haben aufgrund ihres Verhaltens die Möglichkeit, immer wieder
wärmere Plätze aufzusuchen und trotz erheblich schwankenden Lufttemperaturen
ihre eigene Körpertemperatur in gewissen Grenzen zu regeln.