|
|
|||
Die Hirschkäfer-Männchen zeichnen sich durch die geweihartig
stark vergrößerten Kiefer aus.
Bei uns leben nur 7 Arten, unter ihnen der Hirschkäfer
(Lucanus cervus), unser größter Käfer. Er kann bis zu 8 cm lang werden. Oft
findet man jedoch wesentlich kleinere Käfer, deren Geweih auch viel schwächer
ausgeprägt ist. Diese Tiere sind aus Larven hervorgegangen, die schlechte
Lebensverhältnisse gehabt haben. Die Käfer leben von Baumsäften, Nektar und
Pollen. Die großen Zangen spielen weder beim Nahrungserwerb noch bei der
Verteidigung gegen Feinde eine Rolle, sondern eigentlich nur beim Rivalenkampf
während der Paarung. Die Käfer werden bei uns immer seltener, nur in
Südosteuropa kommen sie noch in nennenswerten Zahlen vor. Die Larven leben in
alten Eichen, die zum Teil schon zu Mulm zerfallen sind, oder auch in Eichen-
oder seltener Buchenstümpfen. Über 5 Jahre lang zerschroten und fressen sie
dort eine große Menge des toten Holzes.