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Die Fischotter besitzen einen muskulösen, biegsamen, lang
kegelförmigen Schwanz. An Vorder- und Hinterfüßen tragen sie Schwimmhäute, die
Sohlen sind nackt. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt etwa 65-85 cm, die Schwanzlänge
35-55 cm, das Gewicht 7-16 kg.
Ursprünglich sind die Fischotter tag- und dämmerungsaktive
Marder, die aufgrund ihrer starken Verfolgung durch den Menschen ihren
Aktivitätszyklus immer mehr zur Nacht hin verlagert haben. Sie bevorzugen
bewaldete oder buschbestandene Ufer stehender oder allenfalls leicht fließender
Gewässer und Flussmündungen.
Die Fortbewegung der Fischotter im Wasser unterstreicht den
robbenhaften Eindruck, den die Otter aufgrund ihrer äußeren Gestalt ohnehin auf
den Betrachter machen. Mit angelegten Beinen, die nicht mehr der
Kraftübertragung, sondern nur noch der Steuerung dienen, schlängeln sich die
Tiere mit kräftigen Schwanzschlägen durch das nasse Element. Nasen- und
Ohrenöffnungen verschließen sie bei ihren Tauchakten. Hierbei, wie auch bei
allen anderen Aktivitäten, bemerkt man eine ausgeprägte Lust an der Bewegung,
ja zum Spielen, die sich in vielfältigen Bewegungsspielen und -übertreibungen
ausdrückt. Häufig ist dabei das Drehen um die eigene Längsachse zu beobachten,
wie es unter anderem auch von Seebären unter den Robben häufig gezeigt wird.
Gleichermaßen ist der Bewegungsdrang auf dem Lande. Besonders eindrucksvoll ist
hier das sogenannte Rodeln und Schlittern auf Schnee, Schlamm oder ähnlich
glitschigem Untergrund zu beobachten.
Die Nahrung des Fischotters ist bei weitem nicht so eintönig
auf Fisch ausgerichtet, wie man aus seinem Namen ableiten mag. Neben
Wassergeflügel und dessen Eiern macht sich der Fischotter besonders durch die
massenhafte Vertilgung von Bisamratten und Schermäusen nützlich. Auf Fische
lauert der Fischotter vom Ufer aus, um dann lautlos in das Wasser zu gleiten
und den Fisch nach kurzer Hetzjagd mit dem Maul zu ergreifen.
Der Fischotter bewohnt selbstgegrabene Baue an
Uferböschungen, deren Schlupflöcher stets unter der Wasseroberfläche liegen. So
kann der Otter, der mehrere Minuten lang unter Wasser bleiben kann, ungesehen
seine Höhle erreichen.
Zur Paarungszeit, die vermutlich nicht in festen
Brunstzyklen auftritt, sondern über das ganze Jahr verteilt sein kann, suchen
die Rüden die Weibchen auf und paaren sich mit ihnen vermutlich nach Marderart.
Die Paarungen häufen sich allerdings in den Monaten Februar und Juli/August.
Im April bis Juni häufen sich die Geburten, bei denen die
Fähen nach einer Tragzeit von etwa 62 Tagen ohne Keimruhe (oder 9-12 Monaten
Tragzeit mit eingeschobener Keimruhe; Marder) 2-4 Junge zur Welt bringen. Die
Welpen, die ausschließlich von der Mutter betreut werden, öffnen mit 28-35
Tagen die Augen und verlassen mit 5-6 Wochen erstmals das Nest. Im übrigen weiß
man nicht sehr viel exakt Bewiesenes über das Leben und besonders die
Fortpflanzung der Fischotter.