zurück

Home

Übersicht

weiter

Haselmaus - Muscardinus avellanarius

 

Die Haselmaus ist eines der possierlichsten und anmutigsten Kleinsäugetiere unserer Heimat. Sie gehört keineswegs zu den Echten Mäusen, wie ihr Name vermuten läßt, sondern ist unser kleinster einheimischer Bilch.

 

Wie alle Bilche, führen auch die Haselmäuse ein nächtliches Leben. Tagsüber schlafen sie in ihren kleinen, nur faustgroßen, kugeligen Nestern, die sie kunstvoll aus Gras, Blättern und Moos bauen. Mitunter bewohnen sie auch leerstehende Vogelnistkästen.

 

Die Haselmaus klettert ausgezeichnet, sie ist ein gewandter Turner und nimmt bei schwierigen Übungen auch den Schwanz zu Hilfe. Erst mit der Dämmerung wird sie richtig munter und geht auf die Suche nach Beeren, Knospen, Samen, Haselnüssen und Insekten, je nachdem, was die Jahreszeit gerade an pflanzlichen und tierischen Delikatessen zu bieten hat.

 

Die Haselmaus bevorzugt junge Mischwaldbestände, die mit Brombeeren und anderem Gestrüpp etwas verfilzt sind. Auch an Waldwegen und in buschigen Lichtungen kann man ihre Kugelnester in ein bis zwei Meter Höhe entdecken.

 

Haselmäuse können zwei, manchmal vielleicht sogar drei Würfe nacheinander aufziehen. Die Tragzeit ist mit 22-24 Tagen recht kurz. Ein Wurf umfasst 3-5 Junge, die mit etwa 6 Wochen das Nest verlassen.

 

Im Herbst mästen sich die Haselmäuse, um während ihres langen, von Oktober bis April währenden Winterschlafs von ihren Fettpolstern zu zehren. Der Winterschlaf wird, oft zu mehreren, in geschützten Erdlöchern oder in Laubhaufen gehalten. In sehr strengen Wintern erfrieren allerdings viele dieser wärmeliebenden Tiere.