|
|
|||
Waldbirkenmaus
- Sicista betulina
Die Waldbirkenmaus ist neben der Zwergmaus die kleinste
heimische Maus. Ihre Körperlänge beträgt nur 5-7 cm bei einem Gewicht von 5-11
g. Neben ihrem dunklen Aalstrich auf dem Kopf und auf dem Rücken (der sie der
Brandmaus recht ähnlich macht), fällt sie besonders durch den langen, stets
mindestens 11/2 Körperlängen messenden Schwanz auf. Abgesehen vom schwarzen
Aalstrich ist die Decke oberseits gelbgrau mit schwärzlicher Strichelung und
unterseits hellgrau gefärbt. Als Angehörige der Springmausartigen hat die
Birkenmaus als einziges heimisches Nagetier keine gespaltene Oberlippe.
Die Waldbirkenmaus bevorzugt feuchtes bis sumpfiges,
deckungsreiches Gelände. Außer in Mooren und Feuchtwiesen lebt sie in Wäldern,
was auch der Name Waldbirkenmaus unschwer erkennen lässt. Im Gebirge geht sie
bis in 2000 m Höhe; hier haust das Tier mit Vorliebe auf Hängen mit Krummholz.
Die lebhafte, überwiegend nachtaktive Birkenmaus lebt zwar
am Boden, klettert jedoch viel im Gebüsch, wobei sie geschickt den langen
Schwanz als Kletterhilfe einsetzt. Sie gräbt sehr flach verlaufende Gänge im
Boden oder unter Falllaub. Das kleine, kugelförmige Nest wird oberirdisch in
Gras, Moos oder Baumstümpfen errichtet und erinnert sehr an das der Zwergmaus.
Im Herbst wühlt die Birkenmaus eine besondere Erdhöhle, in
der sie den Winter schlafend, nur von ihren Fettvorräten zehrend, verbringt.
Unter allen Säugern hat die Birkenmaus neben unserem Siebenschläfer mit ihrer
von Oktober bis April ununterbrochenen Winterruhe den längsten Winterschlaf,
was wohl auch ihr für eine Maus beachtliches Höchstalter von 3 Jahren und mehr
erklärt.
Die Birkenmaus ernährt sich vornehmlich von den Samen der
verschiedensten Gräser. Daneben frisst sie Früchte, Beeren und Kleingetier wie
Insekten und deren Larven.
Nach der Paarungszeit im Mai und Juni wirft das Weibchen 2-6
Junge, die sich im Vergleich zu anderen Mäusen nur langsam entwickeln. Die
Nestlinge werden 5 Wochen gesäugt und öffnen erst nach 25 Tagen die Augen.